20.10.18

Gedenken zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Die Evangelische Kirche Württemberg lädt am neunten und zehnten November 2018 zu zahlreichen Gedenkveranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 ein.

Gedenkveranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome | Bildquelle: Pixabay

Vor 80 Jahren, am neunten und zehnten November 1938, brannten Synagogen in ganz Deutschland. Rund 1400 jüdische Gotteshäuser wurden bei den vom NS-Regime angeordneten Verbrechen zerstört. 7.500 Geschäfte demolierten die Einheiten der SA und SS in diesen Tagen – an vielen Orten unterstützt von Teilen der Bevölkerung. Etwa 1500 Juden starben während der Reichspogromnacht. In den Folgetagen wurden 30.000 verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.

 

Gedenken in der Evangelischen Kirche Württemberg

Zum 80. Jahrestag der Verbrechen lädt die Evangelische Kirche Württemberg am neunten und zehnten November 2018 zu zahlreichen Gedenkveranstaltungen ein.
Einen Abend mit Musik, Film, Interviews mit verschiedenen "zeitnahen Zeugen" und einem Friedensgebet veranstalten der ACK Weissacher Tal und die Flüchtlingsbeauftragte des KDV in der Evangelischen Sankt Agatha Kirche in Unterweissach. Unter dem Motto „,BRANDHERDE‘ vermeiden“ werden Gedanken zur Mahnung formuliert.

 

Reflexion über „Antisemitismus 80 Jahre später“ im Hospitalhof

Der Hospitalhof Stuttgart lädt interessierte Erwachsene und Schüler ab der zehnten Klasse zum Projekttag „Rechtsrock – Rechtsruck“ ein. Die Anwesenden sollen sich mit dem Thema „Welche Rolle spielt der Antisemitismus 80 Jahre später?“ auseinandersetzen. Hierzu zeigt der Hospitalhof den Dokumentarfilm "Blut muss fließen", der sich mit der judenfeindlichen Hetze bei Rechtsrock-Konzerten beschäftigt. Anschließend findet ein Podiumsgespräch mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf, dem Antisemitismusbeauftragten der Landesregierung Dr. Michael Blume und der Künstlerin Rebecca Choo statt.

 

Gedenken und Erinnern im Steckfeld und in Kirchheim/Teck

Im Steckfeld wird am neunten November um 20 Uhr an den einzigen jüdischen Einwohner von 1938 erinnert: den Maler Hermann Fechenbach.

Zum Gedenken lädt auch die evangelische Stadtkirchengemeinde Kirchheim gemeinsam mit den offenen Kirchenbezirken Kirchheim/Nürtingen und dem Evangelischen Bildungswerk im Landkreis Esslingen ein. Mitgestaltet wird die Veranstaltung in der evangelischen Martinskirche Kirchheim/Teck von Schülern des Schlossgymnasiums und der Musikschule Kirchheim.

 

Lesung von Rainer Hoeß

Im evangelischen Gemeindehaus in Altensteig liest Rainer Hoeß, Enkel des Auschwitzkommandanten Rudolf Hoeß, ab 20 Uhr aus seinem Buch "Das Erbe des Kommandanten". Im Anschluss folgt ein Choralblasen zum Mauerfall und Holocaust-Gedenken. Weitere Informationen

 

Musik und Gottesdienst

Die Paul-Gerhardt-Kirche in Böblingen veranstaltet am neunten November um 19:30 Uhr einen Gedenkgottesdienst. Bereits am Vortag spricht Pfarrerin Dr. Inken Rühle über Regina Jonas, die weltweit ersten Rabbinerin, die 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 15 Uhr im Bonhoeffer-Haus in Böblingen. Die Böblinger Veranstaltungsreihe schließt am zehnten November um 20 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche mit dem Konzert „S’ is gut!“ der Klezmer Band „Jontef“.

 

Ausstellung in Heilbronn

Zusätzlich zu den Veranstaltungen am neunten und zehnten November erinnert in Heilbronn vom 28. Oktober bis 30. November eine Ausstellung an die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Heilbronn.

 

Bei allen Veranstaltungen steht neben dem Gedenken die Erinnerung daran, dass sich die Geschichte nie wiederholen darf, im Mittelpunkt. Besucher sind überall willkommen.

Hier finden Sie weitere Informationen.


 
 
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