Nachgefragt! Was hat Kirche mit Bildung zu tun?

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„Bildung“ – ein Begriff, der nicht selten in der öffentlichen Debatte auftaucht. Sei es Bildungsreform, Bildungspläne oder Bildungsprämie. Was Kirche mit Bildung zu tun hat und warum die Reformation ohne Bildung undenkbar gewesen wäre, erfahren Sie hier.

Bildung

Vermutlich denkt jeder an etwas anderes, wenn er Bildung hört. Meist wird der Begriff mit Schule assoziiert, mit Erziehung und Lernen. Bildung bedeutet aber auch Selbstbildung und Selbstgestaltung. Im Lauf der Geschichte wurden dem Begriff „Bildung“ immer neue Bedeutungen unterstellt.

Die Reformation: Bildung für alle

In ihrer gesamten Geschichte hat die evangelische Kirche einen besonderen Bezug zur Bildung. Heute gehört sie zu den größten Bildungsanbietern in Deutschland. Bereits die Ursprünge der evangelischen Kirche können als Bildungsbewegung bezeichnet werden. Bevor sich Organisationen und Kampagnen den Slogan „Bildung für alle“ auf die Fahnen schrieben, setzte sich Martin Luther für Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe ein. Glaube war nach Ansicht des Reformators ohne Bildung nicht zu denken. Jeder sollte selbst die Bibel lesen können, durch Bildung Glauben erlangen, in ihm wachsen. Erst die Bejahung zur Botschaft des Evangeliums war für Luther ein mündiger Glaube. Daher reagierten Martin Luther und Philipp Melanchthon auf die Zustände der „Teufelsschulen“ und „Eselsställe“, wie sie damaligen Bildungsstätten bezeichneten, und setzten sich für die Gründung und den Erhalt christlicher Schulen ein.

Bildung als Motiv und Folge des Glaubens

Glaube ist nach evangelischem Verständnis ein gebildeter Glaube. Dieser basiert nicht auf gesellschaftlichen Verhaltensnormen und begründet sich nicht allein aus spiritueller Erfahrung. Die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen spielt eine wichtige Rolle. Denn nach reformatorischem Verständnis verantwortet sich jeder allein vor Gott und ist als Einzelner von Gott geliebt. Darin liegt der Ursprung des kirchlichen Engagements für die Bildung und für einen gebildeten Glauben.

Bildungsverantwortung der Kirche

Die Bildungsgesamtverantwortung der Kirche begründet sich auch aus der Frage, was „Bildung“  eigentlich heißen soll. Hier beteiligt sich Kirche am öffentlichen Austausch und an Diskussionen rund um das Thema Bildung. Außerdem nimmt die Kirche ihren Bildungsauftrag durch gesellschaftliche und globale Verantwortung wahr und ermöglicht so auch eine höhere Bildungsgerechtigkeit und –teilhabe. Bildung orientiert sich dabei an den individuellen Biografien, an der Selbstbildung des Menschen und an verschiedenen Phasen seines Lebens.

Das Bildungsportal der Evanglischen Landeskirche in Württemberg

Entsprechend finden Sie auf diesem Bildungsportal Angebote in vielfältigen Kategorien und für alle Lebensphasen. Stöbern Sie in den verschiedenen Kategorien wie Schulen, Studium, Erwachsenenbildung, Berufliche Fort- und Weiterbildung.

 

Nadja Golitschek

 
 
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