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Viele Menschen sehnen sich nach einer Auszeit vom Alltag, in der sie Ruhe finden, sich mit persönlichen Fragen beschäftigen und Kraft schöpfen können. Zwischen Familie, Freizeit und Beruf fehlt aber oftmals der Raum und die Zeit, um Klarheit über das eigenen Leben und den weiteren persönlichen Lebensweg zu bekommen. Um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen bieten sich Klöster und Einkehrhäuser als ideale Rückzugsorte an.
Evangelische sowie katholische Klöster und Einkehrhäuser bieten immer häufiger an, Gäste für eine bestimmte Zeit zu beherbergen: Übernachtung inklusive Vollpension – also einfach ein Hotelurlaub mit besonderem Ambiente?
Diese Frage lässt sich schnell verneinen. Ein „Rückzug auf Zeit“ ist nicht mit einem Strandurlaub in Mallorca, einer Wandertour in den bayrischen Alpen oder einem Städtetrip nach New York zu vergleichen: Es ist eher eine Reise nach innen. Die Menschen kommen ins Kloster oder Einkehrhaus, weil sie einen Kontrast zum Alltag suchen, sich zurückziehen möchten. In der Natur, der Kapelle und in den Aufenthaltsräumen finden sie Ruhe um sich zu sammeln oder ihr Leben neu zu ordnen. Inmitten der christlichen Gemeinschaft bieten sich vielfältige Gelegenheiten, Gott (neu) zu erfahren, den persönlichen Glauben zu stärken und die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Daraus lässt sich neue Stärke für den Alltag sammeln.
Ankommen bei sich
Das Ankommen in der Stille, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst und das Besinnen auf elementare Fragen wird in den Einrichtungen durch einen klaren Tagesrhythmus erleichtert: Der Tag wird von Gebeten, Gottesdiensten und den gemeinsam eingenommen Mahlzeiten strukturiert. Die Möglichkeit neue Kraft zu schöpfen wird in einigen Einkehrhäusern durch Meditationen, gemeinsames Singen, Exerzitien, Religionsunterricht für Erwachsene oder themenspezifische Einkehrtage, Fasten-Wochen und Tage der Stille unterstützt. Andererseits ist es durchaus auch möglich und sinnvoll, sich körperlich zu betätigen – wie zum Beispiel regelmäßige Spaziergänge in der Natur und tägliche Morgengymnastik.
Besteht der Wunsch nach Einzel-, bzw. nach Begleitgesprächen stehen speziell ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung.
Der Zeitraum, der in einem Kloster oder Einkehrhaus verbracht wird ist meist frei wählbar. Es kann ein einzelnes Wochenende zum persönlichen Innehalten sein – aber auch ein einwöchiger bis mehrwöchigen Aufenthalt ist vorstellbar.
Es bietet sich an, mit dem bevorzugten Kloster oder Einkehrhaus im Vorfeld rechtzeitig Kontakt aufzunehmen und die Einzelheiten zu besprechen. Mittlerweile sind auch viele Einrichtungen im Internet mit einer eigenen Homepage vertreten.
Neugierig geworden?
Wir wollen Ihre Neugier auf eine stille Zeit wecken und stellen auf den folgenden Seiten einen kleinen Auswahl von Klöstern und Einkehrhäusern in evangelischer und katholischer Trägerschaft, aber auch konfessionslose Häuser in Südwesten Deutschlands und der Schweiz vor. Mehr
Ann-Kathrin Radig