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|| Home > Bildungsanbieter > Pfarrseminar der Evangelischen Landeskirche in Württemberg > Ausbildungsphasen
I. Ankommen (ca. 8 Wochen)
In diesen Wochen lernen die Vikarinnen und Vikare die Gemeinde, in der sie ausgebildet werden, kennen: Personen,
Einrichtungen, gottesdienstliches Leben, Gemeindeleben.
Sie hospitieren in der Schule und lernen den Schulalltag über den Religionsunterricht hinaus kennen.
Sie erkunden den Sozialraum, in dem die Gemeindeglieder leben.
II. Ausbildungsschwerpunkt „Religionspädagogik“
In einem ersten Kurs „Bildung in Schule und Gemeinde“ – verantwortet vom Pädagogisch-theologischen Zentrum (PTZ) – werden die Vikarinnen und Vikare in Rahmenbedingungen und Grundlagen des Religions- und Konfirmandenunterrichts eingeführt. Außerdem sammeln sie erste Erfahrungen im Schulunterricht.
Danach unterrichten die Vikarinnen und Vikare eines Teams gemeinsam an einer Schule Religionsunterricht (RU) und werden dabei von einem Mentor sowie vom PTZ begleitet.
Zugleich hospitieren sie im Konfirmandenunterricht (KU) ihrer Gemeinde und entscheiden, welchen Schwerpunkt sie in Gemeindepädagogik setzen werden.
Nach Abschluss dieser Hinführungsphase bis zum Ende des Ausbildungsvikariats unterrichten die Vikarinnen und Vikare zwei Stunden RU unter Anleitung ihrer Ausbildungspfarrerin bzw. ihres Ausbildungspfarrers und zwei Stunden RU unter Anleitung eines staatlichen Lehrers.
Gleichzeitig arbeiten sie aktiv in der Konfirmandenarbeit ihrer Gemeinde mit und setzen einen gemeindepädagogischen Schwerpunkt.
In einem zweiten Kurs „Bildung in Schule und Gemeinde“ werden die gewonnen Erfahrungen vertiefend reflektiert.
III. Ausbildungsschwerpunkt „Gottesdienst, Seelsorge, Kasualien“
In dieser Phase erschließen sich die Vikarinnen und Vikare die übrigen pfarramtlichen Handlungsfelder. Sie übernehmen nach ca. fünf Monaten turnusmäßig Predigtdienste (in der Regel einmal im Monat) und beginnen mit geordneter Seelsorgepraxis.
Das Pfarrseminar begleitet sie dabei mit drei Kursen und mit Praxisbegleitungen vor Ort. Diese dienen der Reflexion grundsätzlicher Fragen des Pfarrberufs und der zentralen Handlungsfelder Gottesdienst, Seelsorge und Kasualien (Beerdigung, Taufe, Trauung u.a.).
IV. Ausbildungsschwerpunkt „Kirche in der Gesellschaft“
Begleitet durch Studienleitende der Evangelischen Akademie Bad Boll und des Diakonischen Werks in Württemberg führen die Vikarinnen und Vikare ein gesellschaftsdiakonisches Projekt im Team durch.
Im Zusammenhang damit reflektieren sie während zweier Kurse grundlegende (gesellschafts-) diakonische Fragestellungen.
Ergänzend schärft das Pfarrseminar den Blick der Vikarinnen und Vikare für das konfessionelle und interreligiöse Umfeld, in dem evangelische Christen und Gemeinden heute leben.
Zu den Querschnittsthemen, die die gesamte Ausbildung durchziehen, gehören außerdem: Fragen des Kirchenrechts; Überlegungen zu einem zeitgemäßen Pfarrerinnen- und Pfarrerbild sowie zur Zukunftsperspektive der evangelischen Kirche.
V. Abschluss
Die Ausbildung wird abgeschlossen mit der Zweiten evangelisch-theologischen Dienstprüfung. Diese schließt zwei praktische Prüfungsteile in Religionspädagogik und in Gottesdienstgestaltung ein. Außerdem ist eine wissenschaftliche Hausarbeit anzufertigen.