24.07.17

Ein' feste Burg ist unser Gott - Volkstümliche Reformatorenverehrung im 19. Jahrhundert

Die Ausstellung "Ein' feste Burg ist unser Gott - Volkstümliche Reformatorenverehrung im 19. Jahrhundert" findet noch bis zum 5. November im Freilichtmuseum Hohenlohe statt.

Bild: Ronald Scharf, Schwäbisch Hall

Im 500 Jahr der Reformation sieht man Luther wieder überall - der Reformator als Spielzeugfigur, auf T-Shirts und Uhren und Lutherzitate auf Socken. Doch dieses Phänomen der Vermarktung ist nicht neu. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts gab es Produkte mit Martin Luther. Was diese Verehrung des Reformators dabei an Kuriosem hervorgebracht hat, zeigt die Sonderausstellung des Freilichtmuseums Hohenlohe.

120 Exponate von 30 Leihgebern wurden um ein Team um Kurator Elmar Hahn zusammengetragen. Darunter befinden sich auch Stücke, die bisher noch nie ausgestellt wurden.

Unter den Ausstellungsstücken sind Gemälde und Druckgrafiken, Choral- und Gesangbücher, Fotografien, Medaillen, Spieluhren, Ziergeschirr und sogar Kleinmöbel. Auch der Einfluss der Reformation auf Literatur, Musik und Kunst des 19. Jahrhunderts thematisiert um zu zeigen, welche Ausmaße die Inszenierung Luthers annahm.


Eine wichtige Rolle spielte in der damaligen "Vermarktung" die Wartburg. Das Erscheinungsbild der Burg, die damals als gerahmter Druck in den Wohnstuben hing, hatte allerdings nichts mit dem Bauwerk zu Luthers Zeiten gemein: Die ursprüngliche Burg wurde zerstört und später in anderer Form wieder aufgebaut.


Alle Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.


Doch wie kam es zu dieser Verehrung des Reformators? Anfang des 19. Jahrhunderts wollten viele Mitglieder des protestantischen Bürgertums in den deutschen Kleinstaaten ein vereintes Deutschland. Luther bot sich für diese Menschen als Identifikationsfigur und Gegenpart zu den konservativen Kräften der katholischen Kirche an.


Die Region um Schwäbisch Hall hatte dabei mit Johannes Brenz ebenfalls eine bedeutende Figur der Reformation. So beschäftigt sich die Ausstellung auch nicht allein mit Martin Luther, sondern auch mit der Darstellung von Brenz, Melanchthon, Calvin und Zwingli.


Zu der Ausstellung erscheint eine bebilderte Publikation mit Texten, die den Inhalt der Ausstellung vertiefend aufgreifen.


Die Ausstellung wurde am 24. Juni eröffnet und kann noch bis zum 5. November in der Scheune aus Bühlerzimmern im Freilichtmuseum Hohenlohe besucht werden.

 


Zu den Veranstaltungsinfos.


 
 
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